Jugendroman

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Posted by: | Posted on: Juni 5, 2015

Abenteuer im Berliner Kiez – Spannung garantiert

 

copy:hnb-verlag/LUI

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Die Autorin Funda Agirbas lebt seit einigen Jahren in Berlin. Eines Tages trifft sie auf ihrem Heimweg einen Fuchs, der sie so fasziniert, dass sie sich dazu entschließt, eine Geschichte über die Berliner Stadttiere zu schreiben. Entstanden ist eine unglaublich spannende Abenteuergeschichte mitten im Berliner Kiezleben mit vielen aufregenden Geschehnissen, tapferen Helden und  erbarmungslosen Gegnern.

 

 

 

 

 

Die Ratte Odium, machtgierig und brutal, ist der Anführer der Kreuzberger Mafia. Er will um alles in der Welt die Herrschaft in Berlin übernehmen. Ihm entgegen stellt sich die Anti-Ratten-Mafia, kurz auch ARM genannt. Ihre Anführerin ist Safiye, die durch Klugheit und Geschick ihre Anhänger in den Kampf zu führen vermag. Sie verliebt sich in den Fuchs Lui, einen Einzelgänger aus dem Treptower Park. Daraufhin werden ihre Anhänger misstrauisch.

Nach der gelungenen Entführung von Safiye will Odiums neidische Schwester Invidia sie für ihre Zwecke einsetzen. Intrigen beherrschen nun das Feld. Eine sehr aufregende Handlung mit starken Charakteren entfaltet sich zwischen den Müllcontainern in den Hinterhöfen, Dönerresten auf dem Mehringdamm und den Düften aus einem indischen Restaurant am Südstern.

In der Nebenrolle sieht man die ihren Alltagsgeschäften nachgehenden Menschen, welche von Zeit zu Zeit Zeugen des Geschehens werden, jedoch keinen Einfluss auf die Geschehnisse haben. Den Krähen entgeht hingegen nichts. Sie sind stille Beobachter und interessieren sich allerdings nur für ihre eigenen Vorteile. Dennoch sind sie jederzeit auch zu großen gemeinschaftlichen Taten bereit.

Die Neuerscheinung „Lui – gemeinsam gegen die Ratten“ ISBN: 978-3-943018-86-8 ist in jeder Buchhandlung, in der Online-Buchhandlung sowie bei www.hnb-shop.de erhältlich. Für Jugendliche ab 12 Jahren.

 

Quelle: www.hnb-verlag.de 05.06.2015

 

Posted by: | Posted on: November 25, 2014

Buchtipp für Leseratten

„Was geht denn hier ab?“ von Dierk Rodenburg ist eine sehr turbulente Geschichte und handelt von der 14 jähriges Anna, die sich plötzlich mit vielen unangenehmen Problemen auseinander setzen muss. Annas Mutter verliebt sich in eine Frau. Dadurch entstehen viele Veränderungen in Annas Leben, die sie erst einmal verarbeiten muss. Anna beginnt sich mit dem Wort lesbisch auseinanderzusetzen. Eine sehr unterhaltsame Geschichte aus dem Leben eines Teenagers.

 

Cover Was geht denn hier ab _ vorne - 72dpi

 

Inhalt

Was geht denn hier ab? Das fragt sich die vierzehnjährige Anna. Bis vor wenigen Monaten ist ihr Leben ganz normal verlaufen – in einer Familie mit Mutter und Vater und ihrem großen Bruder Ben. Doch seitdem sich ihre Mutter in eine Frau verliebt hat, hat sich schlagartig alles geändert. Zuerst die Trennung der Eltern, dann der Umzug, und dann geht auch noch Ben mit der Mutter wegen deren Geliebter auf offene Konfrontation. Anna schlägt sich mit vielerlei Problemen herum: Was heißt das überhaupt, lesbisch zu sein? Kann man das etwa erben? Und dann diese Kanalratten unter dem Rost im Hof: was, wenn sie eine Invasion ins Haus planen? Doch dann gibt es einen Lichtblick, als sie den Hobbyfotografen Lorenz kennenlernt …

 

 

 

Leseprobe

Ich will auch nicht so naiv sein, wie Mama in vielen Dingen ist. Der kann man manchmal die allerdämlichsten Sachen erzählen, und trotzdem glaubt sie die.

Ich will aber – und das ist mir im Augenblick am wichtigsten – auf keinen Fall eine Lesbe werden. Das ist es, was mir immer wieder durch den Kopf geht. Vielleicht halten mich andere für bekloppt, dass ich so was denke. Keine Ahnung, ich habe noch mit niemandem darüber gesprochen. Aber wer weiß schon, was in unserem Körper abgeht? Vieles ist hormongesteuert, habe ich mal gehört. Da kannst du machen, was du willst, die Hormone lenken dich wie ein Navi durch das Leben. Die Hormone sollen sogar beeinflussen, ob du ein böser oder ein guter Mensch wirst. Da kannst du dich dann drehen und wenden, irgendwie verlangt der Körper von dir, dass du schlimme Sachen machst. Na ja, ganz so wird das wohl nicht sein. Es gibt ja auch Leute, die früher Verbrecher waren und später lammfromm wurden und nur noch Gutes getan haben. Genauso kann man wohl auch zuerst nur Männer lieben und dann vielleicht Männer und Frauen oder sogar nur Frauen. Nee, mal ganz ehrlich, ich wüsste schon gerne, wie das bei mir aussieht. Ob man so was testen kann? Genetisch,

meine ich. Wie bei Tatverdächtigen, die einen Speicheltest machen oder eine Blutprobe abgeben müssen? Aber lesbisch oder schwul sein liegt wohl kaum in den Erbanlagen. Da kann man schließlich nicht auf irgendeinem Chromosom eine Besonderheit sehen, die

signalisiert: Diese Person ist homosexuell.

Einfacher wäre da sicher der Selbstversuch. Wie es mir so geht mit einem Mädchen, und wie es mir geht mit einem Jungen. Aber ich kann mir sowieso nur was mit einem Jungen vorstellen. Ist das nicht ein eindeutiger Beweis? Andererseits – mit den Jungs, die ich kenne, kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen. Das sind fast alles Idioten. Die in meiner Klasse zumindest, und die Typen, mit denen Ben zusammen ist, sind auch nicht besser.

Okay, manche sehen ganz gut aus.Tom zum Beispiel. Der kommt öfter vorbei und holt

Ben ab, wenn sie zur Skateranlage wollen. Tom hat kurze braune Haare, ein Piercing in der Augenbraue und trägt meistens ultra-coole Klamotten von Jack & Jones. Außerdem ist er nicht schlecht gebaut. Aber mit dem was haben? Küssen? Ins Bett? Nee. Ist völlig ausgeschlossen.

Und Flo? Viel zu klein. Der ist ein guter Kumpel. Mit dem kann man sich locker unterhalten, aber auch nur, wenn er nicht mit anderen zusammen ist. Sonst hat er ständig blöde Sprüche drauf, die den anderen imponieren sollen. Marcel wäre schon eher interessant. Der geht mit

Ben in eine Klasse. Lang, blonde, mittellange Haare, muskulös. Das ist glaube ich nicht so ein Sprücheklopfer. Ein Computerfreak. Er hat sich mit fünfzehn schon selbstständig gemacht und richtet sogar für Firmen Computernetzwerke ein. Wahrscheinlich macht

der später richtig Kohle. Er soll schon jetzt gut verdienen. Kein Wunder, wenn man mit siebzehn voll im Geschäft ist. Klar, Marcel sieht gut aus. Aber ich glaube, dass er ziemlich langweilig ist. Diese Computerfreaks haben alle keine Phantasie. Die denken in Bits und Bytes, und wie man einen pfiffigen Internetauftritt zusammenbastelt.

 

Dierk Rohdenburg
Was geht denn hier ab?
Jugendroman

ISBN 978-3-943018-40-0
€ 10,90 (D) / € 11,90 (A) / sFr 15,90

Erhältlich bei www.hnb-verlag.de und im Buchhandel

Quelle: www.hnb-verlag.de 25.11.2014