Elefantengeburt im 1. Halbjahr erwartet

Posted by: | Posted on: Februar 4, 2015

Im Elefantentempel Ganesha Mandir laufen derzeit die Vorbereitungen für die im
ersten Halbjahr erwartete Elefantengeburt auf Hochtouren. Regelmäßiges Lauf- und
Fitnesstraining mit der trächtigen Asiatischen Elefantenkuh (Elephas maximus
indicus) steht ebenso auf dem Programm wie die Gewichtskontrolle. Beim heutigen
Gang von Hoa auf die Waage konnten die Tierpfleger ein Gewicht von 4.548 kg
ablesen.

copy:Zoo Leipzig

copy:Zoo Leipzig

 

„Wir können zufrieden sein mit dem bisherigen Verlauf der Trächtigkeit. Die
geburtsrelevanten Blutwerte unterstreichen den allgemein guten Gesundheitszustand.
Das gesamte Team hat bisher sehr gute Arbeit geleistet, und wir hoffen alle,
dass die Geburt des Jungtieres diesmal einen positiven Ausgang nimmt. Das Risiko,
dass Hoa ihr Kalb erneut nicht annimmt, bleibt dennoch bestehen“, fasst Zoodirektor
Prof. Dr. Jörg Junhold den aktuellen Status zusammen.

Resultierend aus den Erfahrungen der ersten Geburt im Jahr 2012 hat sich der Zoo
entschieden, dass Geburtsmanagement umzustellen und Hoa (29 Jahre, seit 1987
im Zoo Leipzig) während der Geburtsphase anzuketten. Das Prozedere des
Ankettens wird seit dem Sommer letzten Jahres zu unterschiedlichen Tageszeiten
trainiert und gehört somit für das Tier zur täglichen Routine. „Das Anketten
verbessert unsere Chancen und bietet uns mehr Möglichkeiten, beim aggressiven
Verhalten der Mutter erfolgreich einzugreifen und das Jungtier zu schützen, um es
dann zu einem späteren Zeitpunkt der Mutter wieder zuzuführen. Für die Entwicklung
der sozialen Kompetenz von Hoa wäre die erste Prägungsphase enorm wichtig“,
erläutert Seniorkurator Gerd Nötzold die Vorgehensweise.

copy:Zoo leipzi

copy: Zoo Leipzig

 

Neben der allgemeinen Gesundheits- und Gewichtsüberwachung und der
Progesteronbestimmung im Urin findet einmal in der Woche eine Blutentnahme zur
Überwachung des Stoffwechselhaushaltes statt. Die gewonnenen Werte geben
zeitnah Aufschluss über den möglichen Geburtstermin. „Das Training mit Hoa hat
bereits mit Bekanntwerden der Trächtigkeit begonnen. Entscheidend im ersten
Schritt war das Optimieren ihres Gewichtes, um während des Geburtsgeschehens
eine für das Tier gute Ausgangslage zu haben. Die zielgerichtete und ausgewogene
Ernährung gekoppelt mit einem guten Konditionstraining hat sich bisher ausgezahlt.
Wir sind froh, dass Hoa sich sehr kooperativ verhält und wir alle wichtigen Parameter
unter Kontrolle haben“, freut sich Tierpfleger Robert Stehr.

In den nächsten Wochen und Monaten werden einzelne Trainingseinheiten in der
Nacht und während der Tagesroutine verstärkt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt, der
sich nach den Blutwerten richtet, finden Nachtwachen durch die Tierpfleger statt. „Wir
treffen gegenwärtig alle organisatorischen Vorkehrungen und passen die Dienstpläne
an, um für den besonderen Tag gerüstet zu sein. Hoffentlich lässt uns Hoa nicht allzu
lange warten“, so Zoodirektor Junhold.

Quelle. Zoo Leipzig 4.02.2015





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